ADFC-Bundeshauptversammlung wählt neuen Bundesvorstand

Frank Masurat löst Rebecca Peters an der Spitze des ADFC auf Bundesebene ab. Christoph Schmidt aus Köln wurde für weitere zwei Jahre in den Bundesvorstand gewählt. ADFC fordert Mobilität für Alle durch eine Verkehrspolitik ohne Ideologie.

Neugewählter Bundesvorstand © ADFC/Deckbar

Am 11. und 12. November wählten die Delegierten in Berlin und digital auf der ADFC-Bundeshauptversammlung ein neues starkes Vorstandsteam mit Frank Masurat an der Spitze und forderten eine ideologiefreie und faire Verkehrswende.

Führungswechsel an der ADFC-Spitze

Ein wichtiger Tagesordnungspunkt waren die Wahlen des Bundesvorstands. Rebecca Peters gab ihr Amt als ADFC-Bundesvorsitzende ab. Die Verkehrsgeographin war seit 2018 Mitglied des ADFC-Bundesvorstands und seit 2021 Bundesvorsitzende. In dieser Zeit hat sie den Verband stark geprägt und vorangebracht. In ihrer Amtszeit wurden unter anderem die fahrradfreundliche Reform des Straßenverkehrsgesetzes und die ADFC-Zukunftsstrategie auf den Weg gebracht.

In einer beeindruckenden Rede fasste sie ihre Amtszeit zusammen und bedankte sich beim ADFC und den Delegierten, die ihr im Alter von 22 Jahren die Chance gegeben hatten, den ADFC zu führen. Sie wurde mit minutenlangem stehenden Applaus verabschiedet. 

Ihre Nachfolge tritt Frank Masurat (63) an, Projektmanager und langjähriger Vorsitzender des ADFC Berlin. Dort hat er die Bereiche Politik, Finanzen und Personal verantwortet. Schwerpunkt seiner Arbeit war die Gestaltung und Umsetzung des Berliner Mobilitätsgesetzes.

Köln wird auch in den kommenden zwei Jahren durch unseren Vorsitzenden Christoiph Schmidt (47) vertreten. Zusammen mit ihm wurden auch Amelie Döres (61) aus Mainz, der ehemalige Bremer Verkehrssenator Dr. Joachim Lohse (65) aus Hamburg sowie der Tourismusexperte Christian Tänzler (61) aus Berlin wiedergewählt. Neu im Vorstand sind die Projektmanagerin für EU-Forschungsprojekte Cathrin Cailliau (34) aus Nürnberg und der Nachhaltigkeitsexpertin Sarah Holczer (42) aus Herrenberg. Verabschiedet wurden die bisherigen Vorstandsmitglieder Reinhard Buschmann-Carl, zuständig für den Bereich Kommunikation, und Hanna Grau, zuständig für den Bereich Branche/Industrie, die beide nicht erneut zur Wahl antraten.

Versammlung fordert ideologiefreie Verkehrswende

Große Einigkeit bewiesen die Delegierten beim politischen Leitantrag, der von der Versammlung einstimmig und mit großem Applaus verabschiedet wurde.

Der politische Leitantrag richtet einen Appell an Bund, Länder und Kommunen, mit der gleichen Selbstverständlichkeit lückenlose Netze für den Fuß- und Radverkehr und ein attraktives Angebot für den öffentlichen Verkehr zu schaffen, wie es bisher für den Autoverkehr üblich ist. Die Chancen, die vor allem der Radverkehr bietet, müssen genutzt werden – ohne ihn dabei gegen den Fußverkehr auszuspielen oder als Anti-Auto-Maßnahmen zu degradieren.

„Wir machen keine Anti-Autopolitik zum Selbstzweck. Wir kämpfen für eine Mobilität für alle“, sagte Christoph Schmidt vom ADFC-Bundesvorstand, als er den Delegierten den Antrag vorstellte. Er forderte eine ideologiefreie und faire Verkehrswende. Nur so bekämen alle Menschen eine echte Wahl beim Verkehrsmittel und nur so kann Deutschland es schaffen, auch seine Klimaschutzziele einzuhalten.


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