Geisterradeln ist gefährlich
Eine der Hauptunfallursachen von Radfahrenden ist aber auch das Geisterradeln. Hier gibt es manchen Unfall mit bösen Folgen.

Es gibt in Köln insgesamt zu viele Verkehrsunfälle. Leider nehmen die Unfälle von Radfahrenden sogar zu. Dies liegt an deutlich mehr Verkehr, einer schlechten Infrastruktur, aber auch am rücksichtslosen Verhalten der Verkehrsteilnehmer. Schulterblick, Abstand halten, Blinken und Handzeichen sind nicht mehr in Mode. Geschwindigkeitsbegrenzungen und Parkverbote sind bestenfalls Empfehlungen.
Eine der Hauptunfallursachen von Radfahrenden ist aber auch das Geisterradeln. Hier gibt es manchen Unfall mit bösen Folgen. Ein besonderer Schwerpunkt für viele gefährliche Situationen im Begegnungsverkehr auf den engen Kölner Radwegen sind die Rheinbrücken. Wem schon einmal ein Fahrrad an den Pylonen der Mülheimer Brücke entgegengekommen ist, der kennt die Situation.
Was sollten Radfahrende machen?
- Zuallererst sollten wir Radfahrende das Geisterradeln vermeiden. Wir gefährden uns damit selbst und sorgen für Unfälle.
- Beschwert Euch bei der Stadt über falsche Schilder, schlechte Wegführungen und enge Radwege. Schlagt zum Beispiel Übergänge vor, mit denen man einfacher die Straßenseite wechseln kann.
Was sollte die Stadtverwaltung tun?
- Die Stadt Köln ist gefragt, die bauliche Trennung von Straßen durchlässiger zu machen, damit Radfahrende einfacher die richtige Seite erreichen können.
- Die Beschilderung an den Brücken muss deutlich besser werden, damit jeder den richtigen Weg ganz einfach findet und das Bewusstsein für die falsche Richtung gestärkt wird.
Was sollte die Polizei tun?
- Wir wünschen uns, dass die Polizei gerade auf den Rheinbrücken häufiger kontrolliert.
- Dort, wo die Beschilderungen missverständlich sind oder kaputte Radwege zu Eigenunfällen führen, sollte die Polizei die Stadt zum Handeln auffordern.
Außerdem müssen die Stadt und die Polizei endlich ihrer gesetzlichen Verpflichtung nachkommen, Verkehrsschauen durchzuführen, damit Probleme erkannt werden, bevor es zu Unfällen kommt.
In den kommenden Tagen sind wir gemeinsam mit der Polizei NRW Köln auf den Rheinbrücken unterwegs, um Radfahrende auf die Gefahr durch Geisterradeln hinzuweisen.