Mobilität in Zeiten von Corona
Durch die Corona-Pandemie verändert sich auch die Mobilität in Köln. Busse und Bahnen werden weniger genutzt, die KVB schränkt das Angebot entsprechend ein. Viele Kölner*innen gehen zu Fuß an die frische Luft und steigen aufs Fahrrad.

Es gibt aber auch diejenigen, die in diesem Tagen vermehrt das Auto nutzen. Die Zunahme von Raser-Rennen ist eine sehr unangenehme Nebenwirkung der veränderten Verkehrssituation.
Wir schlagen vor, dass die Stadtverwaltung auf die neue Situation mit drei Maßnahmen reagiert:
- Stadtweite Anordnung von Tempo 30
Die Reduzierung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit wird die Zahl der Unfälle unmittelbar und effektiv senken. Personal in Polizei und Behörden, aber auch die Rettungsdienste und Krankenhäuser werden so entlastet. - Ampeln auf Rad- und Fußverkehr einstellen
An vielen Ampeln erleben die Kölner*innen gerade, dass sie zu Fuß oder auf dem Rad an Ampeln warten müssen, obwohl kaum Autos unterwegs sind. Die Stadt hat in den vergangenen Jahren viel in eine moderne Verkehrssteuerung investiert. Dort, wo es technisch möglich ist, sollten Wartezeiten an Überquerungen reduziert werden, und die "Grüne Welle" auf den Radverkehr eingestellt werden. - Temporäre Umwidmung von Fahrspuren als Radfahrstreifen
Auf vielem wichtigen Strecken ist es kaum möglich, dass sich Radfahrende und zu Fuß Gehende mit dem vorgeschriebenen Abstand von 1,5m begegnen. Das trifft auf große Teile der Ringe zu, die Ost-West-Achse zwischen Heumarkt und Grüngürtel, auf das Rheinufer und auf Nadelöhre wie die Deutzer Brücke.
Auf den mehrspurigen Achsen können Pop-up Bike Lanes installiert werden, so dass der Radverkehr statt auf schmalen Radwegen in unmittelbarer Nähe zum Fußverkehr sicher auf der Fahrbahn abgewickelt werden kann.
Diese Maßnahmen sind geeignet, die Einhaltung der Abstandsregeln zum Schutz vor Infektionen zu unterstützen, sowie ein klimagerechtes Mobilitätsverhalten und die Verkehrssicherheit zu fördern. Andere Städte machen es vor – Köln kann das auch.

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