Verkehrsunfall

Verkehrsunfall © istock | Jaques Palut

Umbau der Radinfrastruktur und Beteiligung an der Unfallkommission

 

ADFC fordert einen schnelleren Umbau der Radinfrastruktur und seine Beteiligung an der städtischen Unfallkommission.

 

Im Jahr 2018 hat es in Köln sieben tödliche Radfahrunfälle gegeben, im Vorjahr waren es drei. Angesichts der stark gestiegenen Zahl an tödlichen und schweren Radfahrunfällen fordert der ADFC Köln die Stadt Köln auf, den Umbau der Rad­infrastruktur schneller voranzutreiben, um den stark steigenden Radverkehr sicher abwickeln zu können. Außerdem möchte der ADFC an der städtischen Unfallkommission teilnehmen, um mit der Erfahrung und dem Wissen der mehr als 3.000 Kölner Mitglieder zur Verhinderung schwerer Radunfälle beizutragen.

„Dass mehr Radverkehr automatisch mehr Unfälle mit sich bringt, damit können wir uns nicht abfinden. Die Zahl der Unfälle muss sinken, auch wenn mehr Menschen mit dem Rad fahren.“ sagt Christoph Schmidt, Vorstandsvorsitzender des ADFC Köln.

Der ADFC Köln fordert deswegen ein Umdenken in allen Bereichen der Stadtverwaltung, bei der Polizei und beim Ordnungsamt. Die Sicherheit der Verkehrsteilnehmer muss oberste Priorität haben – bei der Gestaltung der Verkehrsinfrastruktur durch die Stadtverwaltung ebenso wie bei der Ahndung von Verstößen sowohl im ruhenden Verkehr durch das Ordnungsamt als auch im fließenden motorisierten Verkehr durch die Polizei. Dies fordert übrigens nicht allein der ADFC, sondern auch der Gesetzgeber:
„Die Flüssigkeit des Verkehrs ist mit den zur Verfügung stehenden Mitteln zu erhalten. Dabei geht die Verkehrssicherheit aller Verkehrsteilnehmer der Flüssigkeit des Verkehrs vor.“
(Quelle: VwV-StVO zu den §§39 bis 43, I. 2. Randnummer 5)

Christian Hölzel, Vorstand Radverkehr des ADFC Köln, ergänzt: „Der ADFC bringt sich und die Erfahrung seiner Mitglieder bereits jetzt aktiv in die Verkehrssicherheitsarbeit von Stadt und Polizei ein. Wir würden auch gerne in die städtische Unfallkommission eingeladen werden, wenn es um Radfahrunfälle geht. Denn spätestens nach schweren und tödlichen Unfällen müssen die für den Radverkehr gefährlichen Stellen sicherer gemacht werden. Hier passiert in Köln leider noch viel zu wenig.“

Der Gesetzgeber stellt es den Straßenverkehrsbehörden frei, Fachleute und Verbände zu den Unfallkommissionen hinzuzuziehen. Die Stadt Köln lehnt die Teilnahme der Radverkehrs­verbände jedoch ab. Aus dem Erlass zu den Aufgaben der Unfallkommission in Nordrhein-Westfalen, 414-61.05.04 und III B 3 75 - 05 /2 vom 25. Juni 2017:
„1.3 Zusammensetzung der Unfallkommission: (...) Die Einrichtung der Unfallkommissionen obliegt den örtlich zuständigen Straßenverkehrsbehörden, die gleichzeitig den Vorsitz wahrnehmen. (...) Ständige Mitglieder sind die jeweiligen Straßenverkehrs-, Straßenbau- und Polizeibehörden. (...) Falls erforderlich sind weitere Fachleute beratend einzubeziehen, wie zum Beispiel von Stadtplanungsämtern, Verkehrsbetrieben, Behindertenverbänden.“

 


Über den ADFC Köln

Der ADFC ist ein Verband von Radlerinnen und Radlern, die gemeinsam das Ziel verfolgen, den Verkehr fahrrad- und fußgängerfreundlicher zu gestalten. Der ADFC Köln e.V. wurde 1979 gegründet. Inzwischen ist die Mitgliederzahl auf über 4.300 fahrradbegeisterte Radlerinnen und Radler angewachsen. Das Gebiet umfasst die Stadt Köln.

Weitere Informationen
https://koeln.adfc.de/pressemitteilung/umbau-der-radinfrastruktur-und-beteiligung-an-der-unfallkommission

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