fahrRAD! 2/2012: Kölner Sternfahrt / Radwoche Chorweiler / Radwanderbücher

 

Diese Ausgabe berichtet vom Fahrrad-Boom und dessen Schattenseiten und stellt die neuen Radkarten und Radbücher aus der Region vor.

 

Die Zukunft gehört dem Fahrrad!

Wer in den letzten Wochen Presse- und Medienberichte verfolgt hat, konnte vom zunehmenden Boom in Sachen Fahrrad erfahren. So freuen sich viele Händler auf Verkaufszuwächse vor allem von E-Bikes, so verkündete die Landesregierung Ende Februar auf dem Fahrrad-Kongress in Essen ihr neues Nahmobilitätskonzept, in dem das Fahrrad eine herausragende Rolle spielt, so soll es nach dem Willen der Politik im Ruhrgebiet einen Radschnellweg nach niederländischem Vorbild geben. Nach Angaben des Kölner Fahrradbeauftragten nimmt die Zahl der innerstädtischen Fahrten mit dem Rad permanent zu. Gleichzeitig ist in den letzten Jahren ein Trend festzustellen, nach dem junge Erwachsene aus urbanen Gebieten keinen Führerschein (mehr) machen oder diesen erst in späteren Jahren nachholen. Das Fahrrad ist – im Gegensatz zum Auto – leichter verfügbar und auf kurzen Entfernungen deutlich preisgünstiger.  

Kehrseiten dieser Erfolge sind jedoch auch vermehrte Unfälle mit Beteiligung von RadfahrerInnen, häufigste Unfallursache ist hierbei die Benutzung von Gehwegen bzw. von Radwegen in der verkehrten Fahrtrichtung. Diese Feststellung deckt sich im Übrigen mit den Beobachtungen vieler ADFC-Alltagsradler vor Ort. Das Schulkind, welches vor seiner Mutter (mit Helm) auf der linken Gehwegseite radelt, mag zwar dem Klischee entsprechen, Kinder zum sicheren Radeln abseits der Fahrbahn anzuleiten, doch spätestens an der kommenden Einmündung wird's kritisch, wenn Autofahrer nicht mit von rechts kommenden Radverkehr rechnen. Für Bundesverkehrsminister Ramsauer scheinen sich solche „Kampf-Radler“ zu verhalten wie Wähler der Partei „Die Piraten“. Keiner weiß, warum es auf einmal so viele sind und warum es immer mehr werden, doch auf einmal sind sie da und fallen sogar ihm auf. Klar ist: Selbstverständlich gelten Verkehrsregeln für alle, und nein, Radfahrer sind keine besseren Menschen, doch erstens ist die Hauptursache für die allermeisten Unfälle mit Verletzungen immer noch nicht angepasste Geschwindigkeit des Kfz-Verkehrs. Zweitens ist bei den Unfällen zwischen Kfz und Fahrrad der Kraftverkehr zwei- bis drei Mal so häufig Hauptschuldiger. Drittens kommt hinzu, dass Infrastruktur und Verkehrsregeln so ausgelegt sind, dass hieraus Situationen entstehen, die vor allem für Radfahrer gefährlich sind - und von anderen als Regelverstöße wahrgenommen werden. Aufgabe der Verkehrspolitik sollte es doch sein, auf die erfreulicherweise immer mehr werdenden Radfahrer zu reagieren und eine entsprechende Infrastruktur zu schaffen, nicht Feindbilder zu generieren. Und eine Aufgabe des Verkehrsministers wäre es, für ein gutes Verkehrsklima zu sorgen und nicht in Rabulistik einseitig gegen eine bestimmte Verkehrsart vorzugehen. Immerhin möchte Ramsauer das Verkehrsprogramm „Der 7. Sinn“ zurück ins Fernsehen bringen. Diese Sendung lief von 1966 bis 2005 und gab wichtige Verhaltenstipps und psychologische Ratschläge. Gerade Radverkehrsteilnehmer benötigen in vielen kritischen Situationen einen solchen 7. Sinn.

Tipps anderer Art geben wir zum Thema aktuelle Radkarten und Radbücher; hier ist das Angebot in der Region Köln/Bonn recht groß. Viele Herausgeber haben sich an die Bedürfnisse der Nutzer angepasst und geben vermehrt Produkte aus reiß- und wetterfestem Papier heraus, viele vertreiben ihre Produkte nicht mehr über längere Jahre, sondern aktualisieren ihre Werke in immer kürzeren Zeitabständen. Außerdem weisen wir auf unsere aktuelle Übersicht zu den Raderlebnistagen im Rheinland hin. Neben FahrradSternfahrten in den größeren Städten wie Düsseldorf und Köln dominieren wieder die zahlreichen autofreien Sonntage im südlichen Rheinland; so zum Beispiel die eher kleineren Flusstäler wie zum Beispiel Ahr, Wied oder Sieg laden ebenso zum Genussradeln ohne Autolärm und -abgase ein.

Allzeit gute Fahrt mit dem Fahrrad wünscht Ihr Team des ADFC Kreisverband Köln und Umgebung

Folgende Themen in dieser Ausgabe:

  • Bewegte Zeiten
  • Park & Ride Weiden-West
  • Mein Standpunkt
  • Kölner Fahrrad-Sternfahrt
  • Radverkehr weiter im Aufwind
  • NRW-Radtour
  • Fietsen, Natur & Events
  • Raderlebnistage 2012
  • AK Fahrradfreundliches Nippes
  • ADFC-Stadtteilgruppe Porz
  • Ladestation
  • GPS-Radtouren
  • Fahrrad kann doch jeder?
  • Radstation
  • Radwoche und 2. Tour de Natur
  • Mit dem Rad zur Arbeit
  • Radurlaub in Süd-Limburg
  • Lernen aus Europa 

 


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Häufige Fragen an den ADFC

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  • Was macht der ADFC?

    Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club e.V. (ADFC) ist mit bundesweit mehr als 200.000 Mitgliedern, die größte Interessenvertretung der Radfahrerinnen und Radfahrer in Deutschland und weltweit. Politisch engagiert sich der ADFC auf regionaler, nationaler und internationaler Ebene für die konsequente Förderung des Radverkehrs. Er berät in allen Fragen rund ums Fahrrad: Recht, Technik, Tourismus. In Köln setzen wir uns gegenüber der Politik sowie gegenüber der Stadtverwaltung und weiteren Behörden für die Belange unserer 4.600 Mitglieder und der 1 Million Radfahrenden in unserer Region ein.

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  • Was bringt mir eine ADFC-Mitgliedschaft?

    Radfahren muss sicherer und komfortabler werden. Wir nehmen dafür – auch Dank Ihrer Mitgliedschaft – nicht nur Einfluß auf Bundestagsabgeordnete, sondern setzen uns auf Landes- und Kommunalebene für die Interessen von Radfahrern ein. Für Sie hat die ADFC Mitgliedskarte aber nicht nur den Vorteil, dass wir uns für einen sicheren und komfortablen Radverkehr einsetzen: Sie können egal, wo Sie mit Ihrem Fahrrad unterwegs sind, deutschlandweit auf die AFDC-Pannenhilfe zählen. Außerdem erhalten Sie mit unserem zweimonatlich erscheinenden ADFC-Magazin Information rund um alles, was Sie als Radfahrer politisch, technisch und im Alltag bewegt. Zählen können ADFC-Mitglieder außerdem auf besonders vorteilhafte Sonderkonditionen, die wir mit Mietrad- und Carsharing-Anbietern sowie Versicherern und Ökostrom-Anbietern ausgehandelt haben. Sie sind noch kein Mitglied?

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  • Wo kann ich Mängel an die Stadt Köln melden?

    Über "Sag’s uns" kannst Du die Stadtverwaltung über Probleme im Kölner Stadtbild informieren. Dazu musst Du einfach die Adresse eintragen, eine passende Kategorie aussuchen und Dein Anliegen absenden. Wenn Du zusätzlich zu Deinem Beitrag ein Foto hochlädts, hilft das der Stadt bei einer zügigen Bearbeitung. Gibt es keine passende Kategorie, kannst Du auch einfach eine Mail an die Stadtverwaltung senden. Fahrradspezifische Themen, wie fehlende Abstellmöglichkeiten, Probleme mit Radwegen oder falschen Schildern kannst Du auch an den Fahrradbeauftragten den Stadt Köln senden.

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  • Was mache ich bei Falschparkern auf dem Radweg?

    Für den ruhenden Verkehr ist der Verkehrsdienst des Ordnungsamts zuständig.

     

    Die Polizei ist bei Verkehrsbehinderungen, also z.B. einen Radwegparker, ebenso zuständig.

    • 0221 / 229-0, im Zweifel auch die 110

    Beide Behörden benötigen Informationen über die Zeit, den Ort, das Fahrzeug und das Vergehen sowie die Kontaktdaten des Anzeigenden.

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  • Wo melde ich Radwegschäden und andere Infrastrukturmängel?

    Die Stadt nimmt Probleme unter verschiedenen Adressen entgegen.

    • Fahrradbeauftragter für Radwege, Beschilderung, Fahrradparken
      fahrradbeauftragter [at] stadt-koeln.de
    • Baustellenmanagement für Probleme mit Straßenbaustellen
      baustellenmanager [at] stadt-koeln.de
      Telefon 0221 / 221-27871
    • Ampel-Hotline für fehlerhafte Ampeln
      Telefon 0221 / 221-0
    • Grünflächenamt für Grünschnitt an Radwegen und Probleme in Grünanlagen
      gruenflaechenamt [at] stadt-koeln.de
      0221 / 221-26037 oder -26036

    Viele Themen können auch online über sags-uns.stadt-koeln.de gemeldet werden.

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  • An wen wende ich mich wegen nicht geräumten Radwegen?

    In Köln sind in der Regel die Reinigungsteams der AWB Köln für Laub, Müll, Scherben, Schnee auf dem Radweg zuständig.

    • Telefon 0221 / 9 22 22 24
    • Innenstadt, Lindenthal, Rodenkirchen
      alteburger [at] awbkoeln.de
    • Deutz, Kalk, Mülheim, Porz
      giessener [at] awbkoeln.de
    • Chorweiler, Ehrenfeld, Nippes
      SRMaarweg [at] awbkoeln.de

    Radwege an Landes- und Bundesstraßen übernimmt dagegen häufig auch der Landesbetrieb Straßen.NRW:

    • Telefon 0221 / 8397-0
    • kontakt [at] strassen.nrw.de

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  • An wen kann ich mich bei der Polizei wenden?

    • Anzeigen sollte man online auf der Website der Polizei aufgeben oder in eine Wache gehen.
    • Allgemeine Fragen zum Radverkehr und zu Verkehrsregeln bearbeitet sicher-radfahren.koeln [at] polizei.nrw.de.
    • Beschwerden und sonstige Fragen nimmt die Polizei unter poststelle.koeln [at] polizei.nrw.de entgegen.

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  • Bekomme ich bei Euch Warnwesten zum Thema 1,5 Meter Abstand?

    Wir bieten keine Warnwesten an und planen dies aus verschiedenen Gründen auch nicht. Es gibt allerdings Warnwesten mit einem 1,5-Meter-Abstand-Motiv beim ADFC Berlin und ADFC Bonn. Außerdem verteilen die Stadt Köln und die Polizei Köln kostenlos Warnwesten auf Veranstaltungen. Noch besser wäre es allerdings, wenn sich die beiden Behörden stärker für mehr Verkehrssicherheit einsetzen würden.

  • An wen kann ich mich wenden, wenn ich ein altes Rad spenden will?

    Die Faradgang in der Südstadt und die Radstation am Hauptbahnhof reparieren Fahrräder für Flüchtlinge und andere Bedürftige.

  • Wo kann ich das Radfahren lernen?

    Radfahrschulen bringen jungen oder erwachsenen Menschen das Radfahren bei oder führen Trainings zur besseren Beherrschung des Fahrrads in der Großstadt durch.

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