Reisebusse auf dem Radverkehrsnetz Innenstadt
Ergänzend zu Ihrer Pressemitteilung vom 9.12. hat die Stadtverwaltung nun einen Plan mit der Route veröffentlicht, die die Reisebusse ab Anfang Januar zum neuen Bushaltepunkt an der Gereonstraße fahren werden.

Die Busse sollen demnach über die Rheinuferstraße kommend in die Trankgasse abbiegen und so am Dom vorbei über den Kreisverkehr An den Dominikanern in die Gereonstraße gelangen. Von dort fahren sie die über die Christophstraße bis zum Kaiser-Wilhelm-Ring. Von dort geht es weiter über Hansaring, Ebertplatz, Riehler Straße und Bolternsternstraße zum Kuhweg.
Diese Routenführung ist ein Affront für den Radverkehr. Die Busse sollen auf Straßen fahren, die wichtige Verbindungen für den Radverkehr in Köln sind. Deren Bedeutsamkeit ist im Radverkehrskonzept Innenstadt von 2016 dokumentiert. Wie verbindlich sind diese aufwändig erarbeiteten und intensiv diskutierten Netzpläne, wenn die Stadtverwaltung glaubt, man könne hier ohne große Diskussion mal eben Reisebus-Verkehr abwickeln, der an anderer Stelle schon für Chaos gesorgt hat? Und dies, obwohl die schon lange geplanten Maßnahmen zur Sicherung des Radverkehrs dort noch gar nicht umgesetzt wurden?
So kann man den Eindruck gewinnen, dass die Sicherung und Förderung des Radverkehrs in Köln doch nur ein untergeordnetes Ziel ist. Das können und wollen wir nicht akzeptieren.
Wir fordern die Verwaltung daher auf:
- Überdenken Sie diese Route! Radverkehrskonzepte und -netze dürfen nicht einfach ignoriert werden
- Führen Sie die noch unerledigten Maßnahmen auf der Route unverzüglich durch, insbesondere die Umnutzung einer Fahrspur in einen Radfahrstreifen auf Kaiser-Wilhelm-Ring, Hansaring und Riehler Straße
- Die Planung einer Radinfrastruktur am Ebertplatz muss nun unverzüglich angepackt werden, auch unabhängig von einer grundsätzlichen Umgestaltung des Platzes
- Die bereits beschlossenen Pläne zur Einrichtung von Radstreifen auf der Achse Gereonstraße-Christophstraße müssen auf die neuen Bedingungen hin angepasst werden. Der Entfall von Parkplätzen darf dabei kein Tabu sein
- Tempo 30 muss als Sofortmaßnahme zeitgleich mit der Einrichtung des Bushaltepunkts angeordnet werden

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