Bei den Fakten bleiben, liebe Polizei!

 

Immer wieder äußern Beamte der Kölner Polizei in den Medien, dass Radfahrende die meisten Unfälle selbst verursachen.

 

Verkehrsunfall
Verkehrsunfall © istock | Jaques Palut

Die Kölner Polizei wird in einem aktuellen Artikel über E-Bikes vom Kölner Stadt-Anzeiger zitiert, dass die „meisten Unfälle … durch eigenes Verschulden der Elektro-Fahrer verursacht“ würden. Diesen wiederholten Unsinn kann man so nicht stehen lassen.

Gut 50% der Pedelec-Unfälle mit Personenschaden werden von anderen Verkehrsteilnehmern verursacht und nur etwa 20% werden von den E-Bikes verursacht. Bei den letzten 30% handelt es sich um sogenannte Alleinunfälle, die sowohl aus Fahrfehlern resultieren können als auch aus der vernachlässigten Kölschen Infrastruktur.

Schaut man in die Details, wird es noch deutlicher: Bei den Unfällen zwischen Kraftfahrzeugen und Pedelec wurden in Köln gut 80% von den Kfz-Führenden verursacht, bei denen zwischen Menschen zu Fuß und auf dem Pedelec zwei Drittel von den zu Fuß Gehenden. Die Aussage der Polizei entbehrt daher jeder Grundlage.

Dennoch ist es selbstverständlich sinnvoll, sich an das Fahrverhalten von Pedelecs heranzutasten und sich an Gewicht, Beschleunigung und Bremsen zu gewöhnen. Und sei es nur, um auf die Fehler anderer Verkehrsteilnehmer oder eines der zahlreichen Schlaglöcher auf den Kölner Radwegen gut genug reagieren zu können.

 

Hintergrund

Kölner Unfallstatistik erklärt


https://koeln.adfc.de/neuigkeit/bei-den-fakten-bleiben-liebe-polizei

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