Digitale Bürgerbeteiligung zum Umbau der Neusser Straße

 

Die Neusser Straße soll schon seit einigen Jahren umgebaut werden. Nachdem die Vorschläge der Verwaltung im Oktober 2019 stark kritisiert wurden, gibt es nun eine neue, digitale Bürgerbeteiligung bis Ende August.

 

Neusser Straße © Stadt Köln

Noch bis zum 26. August findet eine digitale Bürgerbeteiligung zum Umbau der Neusser Straße statt. Im Oktober 2019 hatten Verwaltung und Bezirksvertretung Nippes ihre Pläne vorgestellt. Diese wurden stark kritisiert, auch von uns. Die seit den Kommunalwahlen neu zusammengesetzte Bezirksvertretung Nippes und der Verkehrsausschuss des Rates wollen den KFZ-Verkehr nun deutlicher reduzieren und den Charakter einer Einkaufsstraße stärker zur Geltung bringen. Dass sie dabei auch die Meinung der Bürgerinnen und Bürger erneut hören wollen, halten wir für richtig.

Entscheidend für eine gewinnbringende Bürgerbeteiligung ist ein aufgeschlossener Umgang mit den Wünschen und Anregungen. Viele der Ideen, die in der letzten Bürgerbeteiligung im Mai 2017 geäußert wurden, wurden von der Verwaltung in Teilen noch recht brüsk abgetan. Erfreulicherweise hat die Verwaltung sich seitdem jedoch offener gezeigt.

Jetzt kommt es darauf an, dass gerade wegen der langen Bauzeit ein weitsichtiges Konzept entsteht, dass nicht durch "Kompromisse" zugunsten des KFZ-Verkehrs verwässert wird. Dringend notwendige Sofortmaßnahmen für die Zwischenzeit wurden bereits beschlossen, jetzt sollte schnell damit gestartet werden.

Wie zuletzt bei den Diskussionen zur Venloer Straße hat sich der ADFC dafür ausgesprochen, dass der Radverkehr auch im Kernbereich der Neusser Straße zurückstehen muss. Zufußgehende sollen die Fahrbahn dort im Sinne eines Shared Space gefahrlos kreuzen können - auch ohne Ampeln oder Fußgängerüberwege. Separate Radwege sind dort kontraproduktiv. Dieses Konzept steht und fällt aber damit, dass der KFZ-Verkehr deutlich reduziert und wirksam entschleunigt wird. Die von der Verwaltung ins Spiel gebrachte Alternative, ein "rücksichtsvolles Miteinander" von Rad- und KFZ-Verkehr im Zweirichtungsbetrieb mit Tempo 30 unter Beibehaltung von beidseitigem KFZ-Parken, ist nicht akzeptabel. Dies würde den Status Quo fortschreiben.

Damit ein sogenannter “verkehrsberuhigter Geschäftsbereich” mit einer Höchstgeschwindigkeit von 20km/h (auch für den Radverkehr!) funktioniert, müssen viele Puzzleteile ineinandergreifen. Wir sind gespannt darauf, ob Nippes und die Stadtverwaltung bereit dafür sind. Beteiligt Euch am besten noch heute:

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