Köln will weiter wurschteln
Über den KSTA hat die Stadtverwaltung pünktlich zum gestrigen Weltfahrradtag bekanntgegeben, dass man sich nicht an den zahlreichen Metropolen dieser Welt orientieren will, die aktuell in der Corona-Pandemie den Radverkehr massiv ausbauen.

Stattdessen hat man sich dazu entschieden, das bestehende "Projekt 300" fortzusetzen und 300 Meter Schutzstreifen hier und 300 Meter Radfahrstreifen dort zu markieren und dabei die entscheidenden Verbesserungen in den Kreuzungen auszulassen. Temporäre Umwidmung von Fahrspuren in Form von Pop-up Bike Lanes wird es in Köln nicht geben, wenn es nach dem Willen der Verwaltung geht.
Nun ist die Politik gefragt. Nach verschiedenen Appellen und Beschlüssen in den Bezirksvertretungen sowie der Forderung nach einer "pandemietauglichen Infrastruktur" im Rat muss die Politik nun offenbar durch weitere Beschlüsse konkretisieren, was das heißt und ob temporäre Fahrradspuren ein Teil des Gesamtkonzepts sind oder nicht.
Die Verwaltung hatte noch eine weitere Nachricht zum Weltfahrradtag: Im August und September wird die Aktion "Stadtradeln" erneut durchgeführt. Weiter entfernt vom Bedarf der Radfahrenden dieser Stadt kann man nicht liegen. Wir werden in diesem Jahr kein Team an den Start schicken.