Runder Tisch im Rundschau-Haus
Die Kölnische Rundschau hat die für Verkehr zuständigen Vertreter der Stadt Köln, der Polizei Köln, des ADAC Nordrhein und des ADFC Köln zu einem Gespräch eingeladen.

Das Thema war das Kölner Verkehrsklima mit einem Schwerpunkt auf den gestiegenen Unfallzahlen mit Radfahrenden.
Im Grundsatz waren sich die Beteiligten darin einig, dass der Verkehrsraum umverteilt werden soll, in der Art und Weise und der Erwartung an die Geschwindigkeit gab es jedoch deutliche Unterschiede. Der ADFC ist der festen Überzeugung, dass wir nur mit ein bisschen Farbe auf der Fahrbahn nicht mehr Menschen aufs Fahrrad bringen, sondern sichere und komfortable Infrastruktur benötigen.
Außerdem schien es allen Beteiligten - außer dem ADFC - ein wichtiges Anliegen zu sein, Helme und Warnwesten im Rahmen einer gemeinsamen Aktion zu bewerben. Nachdem selbst Helme für Fußgänger (!) in der Runde nicht ausgeschlossen wurden, zeigte sich, dass sich der ehrenamtlich tätige ADFC einfach deutlich mehr erhofft von einem Runden Tisch als nur Aktionismus.
Wer die Unfallzahlen wirklich senken will, der muss die Infrastruktur für Radfahrende deutlich verbessern, die Sichtbeziehungen wo immer möglich optimieren, Baustellen ordentlich absichern, Falschparker konsequent abschleppen, Ampelphasen für Fußgänger und Radfahrende optimieren, freilaufende Rechtsabbieger zurückbauen, Überholabstände und Tempolimits durchsetzen, Verkehrsschauen durchführen...
Das ausführliche Interview erschien am Freitag in der gedruckten Zeitung und gestern in der verlinkten Online-Ausgabe.