ADFC Köln fordert „Kölner Standard“ auch auf der Kölner Straße

 

Der ADFC Köln fordert den Verkehrsausschuss und die Stadtverwaltung auf, auf der Kölner Straße zwischen Gremberghovener Straße und Helenenstraße endlich Radverkehrsanlagen ohne weitere Verzögerungen einzurichten, um den Leinpfad zu entlasten.

 

Auf der Kölner Straße fließt der KFZ-Verkehr heute auf vier Spuren, zusätzlich wird in beiden Richtungen geparkt. Radfahrinfrastruktur ist nicht vorhanden.

Der Verkehrsausschuss sollte dem Verwaltungsvorschlag zustimmen, in beiden Fahrtrichtungen 2,50m für den Radverkehr zur Verfügung zu stellen und den Radfahrstreifen durch bauliche Elemente vom KFZ-Verkehr zu trennen. Nur durch ein solches attraktives Angebot besteht die Chance, Radverkehr vom Leinpfad als bislang einziger durchgehender Radroute zu verlagern und die Konflikte zwischen Rad- und Fußverkehr dort zu reduzieren. 

Die von der Bezirksvertretung Porz ins Spiel gebrachten Vorschläge, mehr Platz für den KFZ-Verkehr zu schaffen, erfordern zeitaufwändige Umbaumaßnahmen und verschieben damit eine Lösung der Probleme in die ferne Zukunft. Mit dem sogenannten „Alternativvorschlag“ mit einer überbreiten Fahrbahn, schmalen Radfahrstreifen und einer Radverkehrsführung im Seitenraum der Knoten wird eine Lösung suggeriert, die keine ist. Radfahrstreifen auf Mindestmaß bedeuten weniger Sicherheit und sind nicht geeignet, RadlerInnen vom Leinpfad auf die Kölner Straße zu locken. 

Der ADFC Köln warnt davor, die Entscheidung nun noch länger aufzuschieben oder Abstriche an den Qualitätsstandards zu machen. Der zunehmende Radverkehr lässt dies nicht zu. Der an den Ringen erfolgreich eingeführte Kölner Standard von mindestens 2,50m Breite ist auch auf der Kölner Straße einzuhalten. 

 

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